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LIFE ON URTH - Episode 076Energie folgt dem FokusMit Energie-Hygiene meine ich nicht das Reinigen von Chakras und Auren (auch spannend!), sondern das bewusste Haushalten mit den Ressourcen zur Bewältigung von Aufgaben, Tätigkeiten und Events. Dazu hat sich eine Idee aus Feel-Good Productivity von Ali Abdaal bei mir festgesetzt: To manage your energy, manage your focus. Manchmal fühlt es sich so an, als wäre die Energie am Ende des Tages einfach aufgebraucht. Tatsächlich ist sie oft nur gebunden — an Sorgen, Erwartungen, gedankliche Schleifen. Doch Energie kann auch wieder frei werden, wenn der Fokus auf etwas gerichtet ist, das Neugier und Leichtigkeit weckt. Ali Abdaal beschreibt dafür die drei P’s: Play Mein Instinkt: mehr Ernst, mehr Struktur, mehr Druck. Doch genau das nimmt mir Energie. Leichtigkeit schafft sie. Tätigkeiten etwas Spielerisches zu verleihen kann stark entspannen. Ich merke, dass selbst kleine Rituale einen deutlichen Unterschied machen – z.B. einen Tee zu machen. Damit signalisiere ich mir, dass es gerade nicht so ernst und bedrohlich ist, wie mein Kritiker behauptet. Power Mentaler Rückzug wirkt zunächst schützend, verbraucht jedoch im Langzeitverlauf mehr Kraft. Sich einlassen, Verantwortung übernehmen, selbst bei langweiligen Aufgaben, erzeugt paradoxerweise Energie statt sie zu rauben. Mit der Aufmerksamkeit ganz bei einer Tätigkeit zu sein, statt abgelenkt in Gedanken und Fantasien über die Unzulänglichkeit des Moments – darin liegt die größte Energie. People Wir unterschätzen, wie sehr wir soziale Wesen sind. Fokussierte Alleinarbeit ist für viele Projekte notwendig, kann aber ohne soziale Pausen in Einsamkeit umschlagen. Ich musste in meinen Beobachtungen feststellen, dass mich als stark introvertierter Typ soziale Events zwar viel Energie kosten – Gefühle von Einsamkeit sind jedoch noch anstrengender. Burnout und innerer KritikerDer Begriff Burnout wurde in den 1970ern von Herbert Freudenberger geprägt. Als besonders gefährdete Menschen beschrieb er die Engagierten – die alles geben, hart arbeiten und es anderen recht machen möchten: „Dedicated and committed.“ Später beschrieb Christina Maslach drei wiederkehrende Dimensionen, die sich bei Burnout zeigen:
Wir unterscheiden uns darin, wie viel Energie verschiedene Tätigkeiten und Events uns kosten. Ich habe schon viel ausprobiert, um mein Energielevel zu beobachten: Mood-Tracker, Aktivitäten-Reviews zum Energieverbrauch, Kalenderscreening zur Eventdichte. Das half mir zu verstehen, wie anstrengend ich Faktoren wie Lautstärke, körperliche Anstrengung oder soziale Interaktionen empfinde – und dass die größte Anstrengung nicht von außen kommt! Unsere Energiereserven sind endlich. Kurzfristig lassen sich Defizite meist gut abfangen. Aber um langfristig nicht auszubrennen, ist bewusstes Haushalten notwendig. Und je genauer ich hinschaue, desto deutlicher wird: Es ist nicht nur das Tun, das mich Energie kostet — sondern vor allem das Ringen mit meinem inneren Kritiker. Wenn dessen Bewertung von Arbeit oder Aktivitäten meine Wahrnehmung prägt, ist alles viel anstrengender. Die vertraute Botschaft lautet: Die Realität reicht noch nicht. Mach mehr. Streng dich an. Meine kleine Energie-HygieneAus diesen Ideen haben sich für mich ein paar persönliche Rituale entwickelt. Sie helfen mir dabei, im Alltag die Energie im Blick zu behalten und immer wieder Abstand zu meinem inneren Kritiker zu gewinnen. Körperliche Signale prüfen Natürlich ist es gut und wichtig, die Gedanken und Fantasien des Kritikers zu bemerken und Abstand zu nehmen. Doch für schnelle Check-ins im Alltag hat es sich für mich als viel einfacher herausgestellt, auf die körperlichen Aspekte zu achten: hochgezogener Schulter- und Nackenbereich, angespannte Gesichtsmuskulatur, unruhige Beine und Füße. Wenn der Kritiker mir im Nacken sitzt, merke ich das tatsächlich am besten im Nacken! Mikropausen Stress sinkt am stärksten zu Beginn von Pausen. Viele kurze Pausen sind daher grundsätzlich effektiver als eine lange Pause. Und egal, wie hektisch es gerade ist, Mikropausen passen immer rein: Kurz bewusst das Gesicht entspannen. Die Schultern sinken lassen. Ein tiefer Atemzug, der daran erinnert, dass gerade alles in Ordnung ist. Abendliches Energie-Review Nicht: Was habe ich geschafft? Daraus leite ich eine Haltung für den nächsten Tag ab. Kalender screenen & Nein sagen Ich trage mittlerweile gewissenhaft alle Pläne und Events in meinen Handykalender ein. Nicht nur, um mich zu erinnern, sondern vor allem, um enge Planung zu vermeiden. Das funktioniert natürlich nicht immer, aber es erlaubt mir, ausreichend Raum um enge Wochen herum zu schaffen. Dafür ist es notwendig, auch Nein zu sagen. Mir hilft es, diese Absagen als Selbstfürsorge zu betrachten. Wenn-dann-Pläne Vor allem bei absehbar stressigen Situationen kann es hilfreich sein, sich ein kurzes Mantra zu überlegen. Die bewusste Vorbereitung erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich inmitten des Stresses an die Strategien zu erinnern: Wenn ich hochgezogene Schultern bemerke, atme ich dreimal tief durch und erkenne, dass gerade alles in Ordnung ist. Was strengt dich gerade an? ✒️ Quote der Woche: “You don't have to control your thoughts. You just have to stop letting them control you.” -Dan Millman 🍿 Video der Woche: Izembek Alaska’s Izembek National Wildlife Refuge and State Game Refuge lie along the Bering Sea coast of the Alaska Peninsula. They protect a coastal lagoon that holds the largest beds of eelgrass on earth, a magnet to migratory birds, making it one of the most important waterfowl staging and wintering sites in the U.S. 🎧 Song der Woche: Dreaming Cooper - Clumsy Troll Ich würde das Format des Newsletters gerne erweitern, indem ich auf Kommentare oder Fragen von Lesern antworte. Dafür brauche ich natürlich Kommentare und Fragen 😂 Ich freue mich daher sehr, wenn Du mir schreibst! Bist du über etwas in meinen Texten gestolpert? Antworte einfach auf diese E-Mail oder schreibe mir unter mail@urth.blog 👈 Nur das Beste, Adrian / Urth Du möchtest nicht bis nächste Woche warten?
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